Die 8c im Trainings-Assessment-Center

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Lehrausgang ins Trainings-Assessment-Center (Bericht 1)

Am 22. Februar nahmen wir mit der Klasse im Workshopzentrum „Arbeitswelt & Schule“ der Technisch-Gewerblichen Abendschule des BFI Wien an einem Trainings-Assessment-Center teil.
Zu Beginn haben wir neun Wissenstests in unterschiedlichen Bereichen gemacht. Für diese hatten wir jeweils zwischen 30 Sekunden und 2 Minuten lang Zeit. Es war überraschend fest-zustellen, wie kurz diese Zeit ist, wenn man die Aufgaben ausführlich durchdenken und lösen möchte. Außerdem hatten die Fragen im Bereich Politik und Geographie zum Teil einen star-ken Österreich-Bezug, was es mir etwas erschwert hat, diese richtig zu beantworten.
Danach haben wir - vorbereitend auf eine Gruppendiskussion – in Einzelarbeit einen Artikel zum Thema Fleischkonsum und CO2-Produktion erarbeitet. Dabei wurden per Losverfahren fünf von zehn Schüler für das aktive Gespräch ausgewählt. Dies finde ich persönlich sehr fair, da so niemand benachteiligt wird. Die anderen fünf Schüler fungierten als „Beobachter“ der Diskussionsteilnehmer. Ich war einer dieser Beobachter und musste feststellen, dass es für Schüler schwer sein kann, aktiv an einer Diskussion beteiligt zu sein. Auch ist es eine Heraus-forderung, auf alle Kriterien, wie zum Beispiel Gestik, Mimik, Körperhaltung und Dauer der Beiträge, gleichzeitig zu achten und diese zu beurteilen. Nach Ende der Gruppendiskussion gaben die „Beobachter“ und die Trainer den zu beobachtenden Kandidaten ein Feedback, was unterschiedliche Perspektiven der Beurteilung ermöglicht hat.
Die dritte Übung war die Einzel- bzw. Selbstpräsentation. Persönlich fand ich, dass es nicht realistisch war, sich eine beliebige Situation auszudenken, in der man sich für etwas bewirbt. Die meisten von uns haben eher Pläne für die berufliche Zukunft, für die man sich nicht auf diese Weise bewerben muss. In meinem Fall wäre es beispielsweise so, dass man für ein Mu-sikstudium und auch für eine Orchesterstelle vorspielen muss und seinen Lebenslauf nur ein-reicht. Auch für das Medizinstudium muss man ausschließlich einen Eignungstest absolvieren.
assessment02Andererseits könnte es natürlich hilfreich sein, wenn sich einige von uns doch für eine Art von Job interessieren, für den man sich auf diese Art oder mithilfe eines Aufnahmegespräches bewirbt. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass das Training auch eine Hilfe für Vorträge oder Bewerbungsgespräche in anderer Form sein könnte. Sehr gut gefallen hat mir, dass viele die Möglichkeit hatten, dem Vortragenden ein Feedback zu geben, und diese auch genutzt wurde. Auf diese Art und Weise konnte auch festgestellt werden, dass es viele unterschiedliche bzw. subjektive Meinungen über denselben Vortrag gegeben hat. Sogar die Trainer hatten bei manchen Kandidaten verschiedene Meinungen zu deren Präsentation. Dies verdeutlicht, dass auch in realen Situationen teilweise subjektive Einflüsse darüber entscheiden, ob eine Präsentation als positiv oder negativ empfunden wird.
Zum Schluss fand noch einmal eine Selbsteinschätzung in Form eines Fragenblattes statt. Es wurde nicht verglichen oder besprochen, da es nur der Selbstreflexion diente. Dies war ein schöner Abschluss, da man so nochmals über alle absolvierten Übungen nachdenken und re-flektieren konnte.

Jule Isabel Williams, 8c


Lehrausgang ins Trainings-Assessment-Center (Bericht 2)

assessment03Mir persönlich hat das Trainings-Assessment-Center wahnsinnig viel gebracht. Nicht nur, dass es echt viel Spaß gemacht hat, man konnte auch wirklich etwas dabei lernen.
Ich selbst habe mitbekommen, wo meine Stärken und Schwächen liegen, wie ich mich in einer Gruppe verhalte und wie ich nach außen hin wirke. Mir wurde bewusst, welche Themen mich interessieren, welche eher weniger und wie ich in Stresssituationen (siehe 30 Sekunden-Tests!) reagiere.
Die Einzelpräsentation bzw. Selbstdarstellung hat mir am besten gefallen, da sie meiner Meinung nach am meisten gebracht hat. Sich alleine ohne große Vorbereitung vor mehrere Leute zu stellen und sich so positiv wie möglich zu präsentieren, ist ganz schön schwer.
Außerdem haben mich die Trainer sehr beeindruckt. Sie sind höflich gewesen und haben trotzdem wirklich gute, konstruktive Kritik gegeben. Im Großen und Ganzen bin ich sehr froh die Chance gehabt zu haben, dieses Training zu besuchen.

Nora Sprenger, 8c