Bischöfliche Visitation

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Der Bischof kommt!
Im Rahmen einer Visitation des Dekanates 6/7 durch Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn OP stand auch ein Besuch am Wiener Musikgymnasium auf dem Programm. Am 24. Oktober 2013 war es so weit: Er kam – wen überrascht es? – mit öffentlichen Verkehrsmitteln und wurde mit Herzlichkeit und musikalischen Wohlklängen empfangen: Nach einer Begrüßung durch Fr. Dir. Schallamon und Fr. Mag.a Walder-Gstrein vom Elternverein brachte Prof. Pixner mit dem Kammerchor einige kurze Stücke dar. Der Kardinal, der sich als nicht praktizierender, dafür umso begeisterter Hörer klassischer Musik bekannte, nahm u.a. das Locus iste (Bruckner) zum Anlass, mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen.

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Nach einer kurzen Stärkung bei Café und Kuchen ging es zum Besuch einzelner Religionsstunden unserer Schule. Zunächst stand das Thema "Ikonen – Bilder der Ostkirche" bei Prof. Sieberth in der 8B Klasse auf dem Programm. Seine Eminenz, in Begleitung seines Sekretärs wie auch der zuständigen Fachinspektorin A. Pinz, zeigte sich sehr angetan von den Ausführungen und dem Gespräch mit den Schülern. In der zweiten Stunde ging es um Hoheitstitel Jesu in christologischer Hinsicht. Der Zugang zu diesem Thema mit Hilfe von Comics und die Auseinandersetzung der Schüler wurden als sehr beeindruckend empfunden.
Im letzten Teil seines Besuches war für alle Kollegen die Möglichkeit zum Gespräch mit dem Bischof gegeben. Hier kamen auch tw. persönliche Begegnungen aus früheren Zeiten zur Sprache. Die Unbefangenheit, mit der zwischendurch einige Schülerinnen und Schüler den Bischof um seinen persönlichen Segen baten war ein bemerkenswerter Ausdruck des natürlichen und bodenständigen Umgangs miteinander. Der Eindruck wird wohl noch lange bleiben.

Mag. Rudolf Sieberth

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Der Kardinal als Schüler im Unterricht

Am 23. Oktober 2013 besuchte Kardinal Christoph Schönborn unsere Schule und bekam einen Einblick in den Religionsunterricht der 6C-Klasse.
Herr Professor Eckensberger besprach mit uns die „Darstellung Jesu Christi" und legte speziellen Wert darauf, dass wir, trotz Anwesenheit des Herrn Kardinals, versuchen sollten, den Unterricht wie gewohnt zu führen. Wenn wir Fragen hätten, sollten wir sie stellen, schließlich kommt es nicht oft vor, dass wir den Kardinal zu Besuch haben. Somit gab es gleich direkte Fragen, die jener mit ruhiger, gelassener Stimme beantwortete. Es entstand eine Diskussion, von der jeder profitierte und gegen Ende des Unterrichts waren wir Schüler kaum mehr zu bremsen. Einerseits teile Kardinal Christoph Schönborn die Meinung mit einigen unserer Klasse, andererseits hatte er eine ganz andere Sichtweise auf die eigentliche Darstellung von Jesus Christus. Dies erklärte er uns zwar mit den Worten eines Kardinals, blieb aber dabei bodenständig und wirkt sehr freundlich. Er ließ sich für jede Antwort Zeit, schweifte manchmal ab und fand sich selbst in anderen, interessanten Geschichten wieder. Wir konnten ihm nur gespannt zuhören, da er selbst eine sehr interessante Persönlichkeit ist und sichtlich viel zu berichten hat.
Die Begegnung mit ihm war äußerst lehrreich. Ich habe mir viel Gutes mitgenommen und mich gefreut, dass der Herr Kardinal, trotz seines religiösen Ranges, so ein zuvorkommender und herzensguter Mensch ist.

Laura Mancusi, 6c

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